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MATTHIAS ALEXANDER

AUTOR

Matthias Alexander, geboren 1968 in Hannover, nach Studium der Geschichtswissenschaft und Promotion als Journalist tätig. Seit 2007 Ressortleiter der Rhein-Main-Zeitung, des Regionalteils der F.A.Z. Verschiedene Publikationen zu Architektur und Immobilien.

FRANKFURT

 

Die Frankfurter Hochhäuser sind millionenfach fotografiert worden. Von Amateuren. Oft genug auch von Profis. Man glaubt, jedes Haus aus jeder Perspektive zu kennen. Bei jedem Wetter. Und dann kommt ein junger Mann daher und zeigt die Türme ganz neu. Sie sind in ein anderes Licht getaucht als sonst, etwas Melancholisches und zugleich Malerisches liegt über ihnen, etwas Vergängliches, das im reizvollen Kontrast steht zur präpotenten Präsenz dieser Symbole wirtschaftlichen Selbstbewusstseins.

IM SPIEGEL DER HOCHHÄUSER

FRANKFURTER NEUE PRESSE

Mateo Hamann fotografiert die Bankentürme der Stadt. Er ist 19 Jahre alt und hat sich als Fotokünstler bereits einen Namen gemacht: Mateo Hamann. Sein Blick auf die Hochhäuser Frankfurts zeigt, dass die Stadt immer wieder neu entdeckt werden kann. Vor kurzem wurde ein Bildband mit seinen Fotos herausgebracht, Werke hieraus sind in einer Ausstellung zu sehen.

 

Sachsenhausen. Die einen mögen sie, die anderen nicht und dennoch sind sie so charakteristisch für Frankfurt wie Friedrich Stoltze und der Ebbelwei – die Hochhäuser der Mainmetropole. Einer, den die Architektur der Banken- und Geschäftstürme fasziniert, ist Mateo Hamann.

 

Großformatiger Bildband. Der 19-jährige Fotokünstler zog vor etwa mehr als sieben Jahren mit seiner Familie aus den Vereinigten Staaten nach Frankfurt. Mit dem Fahrrad und seiner Kamera entdeckte er nach und nach die Stadt, fing seitdem immer wieder die Besonderheiten der Frankfurter Hochhäuser fotografisch ein. Vor ein paar Wochen erschien ein großformatiger Bildband mit 96 seiner Aufnahmen in der Edition Panorama. 28 Werke hieraus werden jetzt in der Ausstellungshalle 1a in der Schulstraße 1 a unter dem Titel „Frankfurt“ gezeigt. Heute Abend um 19 Uhr wird die Schau eröffnet. Dr. Matthias Alexander, Ressortleiter der Rhein-Main-Zeitung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, führt in die Werke ein.

 

Strukturen offenlegen. Frankfurts Hochhäuser sind ein Markenzeichen der Mainmetropole, zählen zu den beliebtesten Foto- und Film-Motiven, wenn es darum geht, die Stadt nach außen zu repräsentieren. Wenn man aber glaubt, die blitzenden Fassaden der Hochhäuser bereits zu kennen, so zeigt Mateo Hamann, dass es noch ganz anders geht. Mit seinen Bildern nimmt er den Betrachter mit auf eine Entdeckungstour, visualisiert ganz neue und außergewöhnliche Perspektiven auf die Türme der Stadt. Der Fotograf baut Kontraste auf, wählt Ausschnitte, die die Architektur in ihre Strukturen zerlegen und damit gleichzeitig offenlegen. Er legt den Fokus auf die geometrischen Formen der Fassaden, setzt die Bauten in Beziehung zueinander, aber auch zu den alten Gebäuden der Stadt. Er fängt Spiegelungen ein und spielt mit dem Nebeneinander der Architektur. So zeichnen sich beispielsweise auf einer Fotografie die Konturen des Messeturmes in der spiegelnden Fassade des Hochhauses Kastor ab. In einem anderen Werk hat Hamann die Perspektive so gewählt, dass sich die Architektur der Hochhäuser Tower 185 und Pollux scheinbar aufgeklappt, ähnlich einem Leporello zeigt. Über allem steht das Licht, das der junge Fotokünstler ähnlich einem klassischem Maler einzusetzen versteht. Mateo Hamann nutzt die Besonderheiten der sogenannten Blauen Stunde. Hiermit wird die Zeit nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der Dunkelheit der Nacht bezeichnet. Es ist ein Licht mit fast magischer Wirkung. Auch die Morgenstunden haben für ihn ihren besonderen Reiz wie das erste Licht des Tages, das sich in der Fassade der Europäischen Zentralbank reflektiert wie ein kleiner Feuerball. Im Vordergrund ist der Turm der Dreikönigskirche zu sehen, die noch im Schatten liegt. Keine seiner Fotografien ist nachträglich bearbeitet. Die Arbeit beginnt für ihn bereits, bevor er überhaupt auf den Auslöser der Kamera drückt. Er komponiert, sucht nach der für ihn spannenden Perspektive. „Ich nehme mir immer sehr viel Zeit für den Ausschnitt“, erzählt er. Mateo Haman wurde in New York geboren. Aufgewachsen ist er aber nicht in der Metropole am Hudson River, sondern in Portland. Er hat sein Talent in die Wiege gelegt bekommen, seine Eltern, Marie Préaud und Horst Hamann, sind beide bekannte Fotografen. Sohn Mateo setzte sich selbst bereits als Kind mit den Möglichkeiten der Gestaltung und Technik auseinander, tauschte sich mit den Eltern aus. Er hat aber seinen eigenen Stil gefunden, seine Handschrift, die seine Fotografien unverkennbar macht.

 

Film studieren. Mit 19 Jahren hat er sich bereits einen Namen gemacht. Doch darauf möchte er sich nicht ausruhen. In einigen Monaten startet Mateo Hamann mit einem Filmstudium in Amsterdam. Danach würde er gerne Werbefilme drehen, am liebsten für die Autoindustrie. Die aktuelle Ausstellung ist nicht die erste Schau mit seinen Werken. Fotografien von ihm waren unter anderem bereits im Frankfurter Presseclub und in der Galerie f8 zu sehen. Über diese Galerie-Ausstellung kam Mateo Hamann in Kontakt mit Oliver Alexander Obert, Gründer und Gesellschafter des Unternehmens Oceans & Company in Frankfurt. Dieses ist unter anderem auf die Repositionierung von großen Immobilien spezialisiert. Von Obert, der beruflich daher eine große Verbindung zu Hochhäusern hat, stammt die Idee zu dem Bildband. Er ist Herausgeber des Buches. ALEXANDRA FLIETH

DETAILVERLIEBTER BLICK AUF DIE FASSADEN

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Eine Fotoausstellung lasst die Skyline in neuem Licht erscheinen.

Mateo Hamann liebt Frankfurt. Als er 2009 mit seiner Familie aus New York herzog, war er sofort fasziniert - von dem Kontrast zwischen Alt und Neu, von den Hochhausern und ihren Fassa­den. Hamann, damals zwölf Jahre alt, begann zu fotografieren. Und obwohl sein Vater, Horst Hamann, ein berühm­ter Fotograf ist, war das so eigentlich nicht geplant. Doch die Frankfurter Sky­line zog ihn in ihren Bann, er wollte sie erkunden und fur die Nachwelt festhal­ten. Jahrelang zog es ihn immer wieder auf die Straf3e, wo er nach den besten Perspektiven suchte. Er zeigte die Bilder seinem Vater, der das Talent des Sohnes sofort erkannte.

 

Heute ist Mateo Hamann 20 Jahre alt, ein schmaler Mann mit sanftem Hände­druck. Seine Fotos hat er in einem Bild­band veröffentlicht, von heute an wer­den sie bis zum 19. Februar auch in der Ausstellungshalle 1a an der Schulstraße zu sehen sein. Der Name des Buches und der Schau lautet schlicht: ,,Frank­furt". Mateo Hamann freut sich über den Erfolg des Projekts. ,,Es ist mein ers­tes Buch, das ist für jeden Fotografen et­was Besonderes."

 

Auf den ersten Blick sieht man Ha­mann die Freude nicht an, er redet leise, lächelt zurückhaltend. Doch wenn er über Fotografie spricht, leuchten seine Augen. Hamann sagt: ,,Fotografieren hat für mich etwas Beruhigendes." Mit der Kamera in der Hand ist er ganz bei sich, lässt sich nicht ablenken und ver­sucht sich auf das Wesentliche zu kon­zentrieren. Seine Fotos zeigen, dass das funktioniert. Anfangs hatte er, wie viele andere, die Skyline als Ganzes im Blick, doch mit der Zeit fokussierte er sich auf Details: die Strukturen der Fassaden, Spiegelungen, Besonderheiten in der Ar­chitektur. Für den Fotokünstler ist Frankfurt dabei sogar gegenüber New York im Vorteil: Die Hochhauser stehen weiter auseinander, mehr Platz bedeutet mehr Perspektiven.

 

Mateo Hamann sieht in den Hochhäu­sern keine Machtsymbole des Finanzsek­tors. Er sagt: ,,Sie sind Kunst." Mit ei­nem Teleobjektiv holt er sich die Motive ganz nah heran. Schon bevor er den Aus­löser betätigt, legt er den Bildausschnitt fest, im Nachhinein bearbeitet er seine Fotos nur selten. ,,Wenn ich das perfekte Bild gemacht habe, sehe ich das sofort und werde ganz euphorisch." Ihm reicht dafür ein Blick auf das Display seiner digitalen Spiegelreflexkamera. Analog hat Hamann noch nie fotografiert, und er sieht auch nicht ein, warum er das tun sollte.

 

Jetzt, wo sein Projekt über die Frank­furter Skyline abgeschlossen ist, will Ma­teo Hamann studieren, Filmwissenschaf­ten in Amsterdam. Weil dort auf Eng­lisch gelehrt wird und der Praxisanteil hoch ist. Er werde Frankfurt vermissen, besonders die Hochhäuser, sagt er. ,,Ich werde oft zurückkommen." Für seine Zeit nach dem Studium hat er auch schon Pläne. Er will in Frankfurt die Kon­traste zwischen alter und neuer Architek­tur fotografieren, um danach seinen Traum zu verwirklichen: die Skyline von Chicago ablichten. Für seine Fotos in Frankfurt ist er fast immer ohne Plan los-gezogen. Sobald er merkte, dass ein Tag ihm schönes Licht bescherte, nahm er seine Kamera und machte sich zu Fuß auf den Weg zu den Hochhäusern. Er war dabei immer allein, weil er seine Ruhe haben wollte. Spontan suchte er gute Perspektiven und schaute, wo das Licht am besten war. Fragten ihn Passan­ten, was er denn da fotografiere, antwor­tete er ihnen nicht. Sie sahen nicht, was er sah. Nur zweimal plante er seine Aus­flüge. Einmal fotografierte er auf dem Maintower, ein anderes Mal durfte er die Fensterputzer am Messeturm, seinem Lieblingsmotiv, begleiten.

Obwohl Hamann wie viele Fotogra­fen ein Fan der blauen Stunde ist - ein Zeitraum am Abend, in dem sich die Welt in besonders schönen Farben zeigt -, beschränkt er sich nicht darauf. Wenn das Licht für ihn passt, fotografiert er. Es leitet ihn, er spielt mit ihm. Mindes­tens zwei Stunden war er täglich unter­wegs, im Sommer auch mal sechs Stun­den. Mateo Hamann lacht wie ein Ver­liebter: ,,Ich konnte dann nicht mehr auf­hören." LUKAS SCHONE

S

M

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Format

Auflage

Preis

40 x 50 cm

25

360 €

680 €

1200 €

15

10

60 x 80 cm

90 x 120 cm

PRINTS

 

Mateo Hamann

0152 26710505

 

BÜCHER

 

Oliver Obert

069 54 000 580

 

 

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FRANKFURT

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